Hoffnung – trotz allem!
Das WIR war vollbesetzt, als Angelika Elsen-Heck vom Bund Naturschutz über die Hoffnungsgedanken erzählte, die uns angesichts der Klimakatastrophe stärken können. „Ich mache es heute wie in meinen Trauerfeiern.“, leitete die freiberufliche Trauerrednerin ein. „Ich schaue auf das, was weh tut, auf den Verlust, und ende in meiner Rede immer mit Hoffnung.“
So konnten die Interessierten die Darstellung der Planetaren Grenzen einigermaßen gefasst aufnehmen, in der aufgezeigt ist, dass sieben der vom PIK definierten neun Planetaren Grenzen schon deutlich bis hochriskant überschritten sind. Nach einem Ausflug in die Evolutionsbiologie, die erklärt, warum negative Nachrichten direkt in unser Hirn gehen, die positiven Reaktionen darauf aber mühsam gelernt werden müssen, ging es an das, was uns Hoffnung gibt.
Über den Link https://daskannstdutun.de kann man herausfinden, in welchem Handlungsfeld es einem Freude machen würde, sich zu engagieren. Das Fazit ist: gemeinsames Tun stärkt uns und hilft, den Wandel mitzugestalten - statt sich resigniert gegen den „Wind des Wandels“ zu stämmen und sich in vermeintlicher Sicherheit einzumauern.
Dass es sich trotz aller Untergangsprognosen der Welt, wie wir sie kennen, lohnt, sich zu engagieren, bekräftigt Vaclav Havel mit seiner Botschaft aus dem Gefängnis, in dem er wegen seines gewaltfreien Widerstandes gegen das Kommunistische System in der damaligen Tschechoslowakei einsaß: „Hoffnung ist im Gegensatz zum Optimismus nicht die Erwartung, dass alles gut ausgeht, sondern, dass alles einen Sinn hat.“ Und es hat nach wie vor einen Sinn, sich für den Erhalt unseres Lebensraums Erde einzusetzen – einerseits, um die Überschreitung der Planetaren Grenzen zu verlangsamen oder sogar zu stoppen (wie beim FCKW-Verbot, durch das das Ozonloch auf dem Weg ist, sich zu schließen) und andererseits, um psychisch gesund und resilient zu bleiben.
