Tödliche Gefahr für Igel und andere Nachtschwärmer
Einige Igel sind nachts bereits wieder unterwegs. Die meisten Tiere liegen allerdings noch im Winterschlaf, wobei die Männchen ein paar Wochen früher als die Weibchen aufwachen. Werden die Tiere durch Gartenarbeiten zum Aufwachen gezwungen, bedeutet das für sie enormen Stress. Um besondere Vorsicht bittet der Bund Naturschutz beim Umsetzen des Kompostes, da gerade dort gerne Igel überwintern.
Wenn Igel im Frühling aktiv werden, brauchen sie viel Nahrung, um die über den Winter verlorenen Energiereserven wieder aufzufüllen. Daher streifen sie auf der Suche nach Futter nachts durch die Gärten, eine gefährliche Angelegenheit, wenn sie dort auf Mähroboter stoßen. Diese Geräte verletzen Igel oft schwer und können sie sogar töten.
Der Bund Naturschutz bittet daher Gartenbesitzer, die einen Mähroboter einsetzen, diesen nur tagsüber, v. a. in den Vormittagsstunden, mähen zu lassen, denn nach Einbruch der Dunkelheit sind die Stachelritter auf Futtersuche. Ebenfalls gefährdet durch Mähroboter sind Amphibien, Reptilien und weitere Tierarten mit langsamer Fortbewegung, die tagsüber unterwegs sind.
Vor dem Einsatz von Fadenmäher, Tellersense & Co. sollten Gartenbesitzer unter Sträuchern und Büschen kontrollieren, ob Igel dort ihren Mittagsschlaf halten!
