Amphibienteich am Hartlholz

Im März 2009 haben wir einen trocken gefallenen Amphibienteich zwischen Panzerwiese und Hartlholz renoviert. Profitieren wird davon - hoffentlich - die Wechselkröte. Als kontinentale Steppenart bevorzugt sie lichte Wälder und vegetationsarme sonnige Flächen. 

Teichbau - interessant aber nicht ungefährlich: Beinahe hätten wir schon mit den ersten Spatenstichen ein seltenes Reptil erwischt: Eine Zwergschildkröte. Sie misst nur etwa sechs Zentimeter und bewegt sich so langsam, dass sie dem menschlichen Auge völlig reglos erscheint. Überrascht waren wir über die Tätowierung auf dem Brustpanzer: "Made in China"

Nachdem die Sohle tief genug ausgehoben ist, wird ringsum ein Rinne für die Teichfolie gezogen.

Eine ordentliche Schicht Sand schützt die Teichfolie vor Steinen und Wurzeln.

Auf die ausgebreitete Teichfolie wird wiederum eine Schutzschicht aus Sand aufgebracht. Jetzt gilt es, bei jedem Schritt aufzupassen: Ein übersehenes scharfes Steinchen kann die Mühe zunichte machen.

Die Befestigungsrinne wird ebenfalls mit Sand und Steinen gefüllt. So kann die Teichfolie passend gestutzt werden und liegt trotzdem gut fixiert im Teichbett.

Zum Schluss wird die ganze Mulde noch mit Kies bedeckt, was eine natürliche Sohlenstruktur ergibt. So können Pflanzen und Kleintiere besser Fuß fassen.

Der fertige Teich ist kaum noch als "Bauwerk" zu erkennen. Um zu verhindern, dass Biker ihn als Schikane benutzen, haben wir ihn mit einem Ring aus Baumstämmen und Ästen umzäunt.

Aufatmen nach dem ersten Regen: Die Plane hat dicht gehalten. Und das obwohl jemand den großen, kantigen Uferstein in den Teich gerollt hat. Das ist das Problem, besonders hier an der Panzerwiese: Zu viele unbedarfte Spaziergänger, Radler und Hundehalter machen den Amphibien das Leben schwer.