Vom Trenngrün zum Landschaftspark

Der Moos-Haide-Park soll natürlich keine kostspielig durchgestaltete Parkanlage werden.

Es handelt sich vielmehr um einen konzeptionellen Rahmen für eine Fülle an Vorgaben und Vorschlägen, die in den verschiedensten Planwerken, Gutachten und Studien bislang nur schlummern. In Sachen Landschaftsentwicklung klopft normalerweise kein Investor an, um hehre Absichten zum Leben zu erwecken. Es kann also nur darum gehen, mit Minimalaufwand das Nebeneinander von Landwirtschaft, Erholungsnutzung und Naturschutz zu optimieren. Ausgangspunkt ist dabei die Vorgabe des Regionalplans für ein „Trenngrün“ zwischen den Gemeinden:

Bermudadreieck für die Restnatur

Ausschnitt aus dem Regionalplan mit regionalen Grünzügen und Trenngrün

Der Regionalplan zeigt das Dilemma auf den ersten Blick: Schleißheim ist eingekesselt von drei Hauptverkehrsadern. Vor allem in Unterschleißheim gibt es innerhalb dieses Dreiecks fast keine unbebauten Flächen mehr. Dort und im Oberschleißheimer Berglwald konzentrieren sich sämtliche Jogger, Radler, Gassi- und Spaziergänger. In Oberschleißheim sieht es - abgesehen von Waldgürtel und Schlosspark nicht viel besser aus: Wer die freie Landschaft sucht, muss Hürden überwinden.

Der Regionalplan setzt darum für den "Moos- und Heidegürtel nördlich der Landeshauptstadt München zwischen Ober- und Unterschleißheim" ein regionales Trenngrün fest und fordert dessen Anbindung an die unbebaute Landschaft außerhalb des Verdichtungsraumes.  Überdies sei die Grünzäsur "hinsichtlich ihrer Nutzbarkeit für die Naherholung aufzuwerten und erlebnisreich zu gestalten".

Mehr Menschen? - Mehr Natur!

Möglicher Umgriff des Moos-Haide-Parks. Rot: Kartierte Biotope. Hellgrün: Moorböden

Mit Blick auf die hohe Bevölkerungsdichte und den anhaltenden Zuzug dürfte sich das Defizit in der Grünversorgung in naher Zukunft noch verschärfen. Darum schlagen wir vor, die Vorgaben des Regionalplans auf einen möglichst großen Teil der verbliebenen Freiflächen auszudehnen.

Die potenzielle Parkfläche reicht demnach von den Äckern zwischen Berglwald und Lohhof Süd bis zur von Wäldchen und Hecken gegliederten Ackerlandschaft an der A92. Das Parkareal ist gut drei Kilometer lang und umfasst etwa zwei Quadratkilometer.